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Auswahlgespräch Medizinstudium

hochschule adh

Bei einigen Universitäten ist es mit der Bewerbung zum Medizinstudium nicht getan. Zusätzlich soll mit einem Auswahlgespräch der Hochschulen im AdH (Auswahlverfahren der Hochschulen) herausgefunden werden, ob der Bewerber geeignet ist. Hier erfährst du, was dich erwartet und auf was du bei der Vorbereitung zum Auswahlgespräch achten solltest.

Was ist ein Auswahlgespräch und welche Unis führen es durch?

Du möchtest dich um einen Studienplatz im Fachbereich Medizin bewerben? Dabei handelt es sich um einen der bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge in Deutschland. Für die Zulassung gibt es drei Quoten. 20 Prozent der Plätze gehen an die Abiturbesten, weitere 20 Prozent an Bewerber mit Wartezeit. Die restlichen 60 Prozent werden nach dem Ergebnis des Auswahlverfahrens der Hochschulen (AdH) vergeben. Jede Universität entscheidet selbst, wie sie im AdH die Studienplätze vergibt. Es können mehrere Auswahlkriterien verwendet werden, die in der Satzung der Hochschule festgelegt werden. Eines dieser Kriterien ist das Auswahlgespräch.

Welchen Zweck hat ein Auswahlgespräch?

Im Auswahlgespräch möchte die Hochschule einen persönlichen Eindruck bekommen. Die Eignung für und realistische Erwartungen an das Medizinstudium sollen eingeschätzt werden. Anhand des Auswahlgespräches beurteilt ein Auswahlkomitee, welche Bewerber gute Aussichten auf einen erfolgreichen Abschluss des Studiums haben. Studienabbrüche sollen verhindert werden. Zusätzlich kann es auch um die Auswahl einer Elite gehen. Je nach Hochschule können sich die Auswahlgespräche der Hochschulen im AdH deutlich unterscheiden.

Typischer Ablauf eines Auswahlgespräches

Der Ablauf des Auswahlgespräches ist von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich. Manchmal sitzt man nur einer einzigen Person gegenüber, manchmal besteht das Auswahlkomitee aus mehreren Personen. In einigen Fällen führt jeder Bewerber ein Einzelgespräch mit der Jury, in anderen Gesprächen werden zwei oder drei Studienbewerber gemeinsam befragt. Deshalb ist auch die Dauer variabel. Ein Auswahlgespräch kann zwischen 15 und 60 Minuten dauern.

Wenn du mehr über den genauen Ablauf und die Dauer an deiner Hochschule wissen möchtest, kannst du über die sozialen Netzwerke oder die medizinische Fachschaft Informationen erhalten.

Welche Hochschulen bieten das Auswahlgespräch zum Medizinstudium an?

Folgende deutsche Hochschulen führen persönliche Auswahlgespräche im Medizinstudium durch:

  • Technische Universität Dresden
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Universität Duisburg-Essen
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Universität Hamburg
  • Universität zu Lübeck
  • Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
  • Universität Rostock

Daneben gibt es noch einige private Hochschulen, die Auswahlgespräche als eines ihrer Kriterien zur Vergabe der Studienplätze nutzen:

  • Medizinische Hochschule Brandenburg (Neuruppin)
  • Nürberg Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
  • Kassel School of Medicine
  • Universität Witten/Herdecke

Typische Fragen im Auswahlgespräch

Auswahlgespräche können sehr unterschiedlich aussehen. Sie unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule und von Jury zu Jury. Viele Fragen wiederholen sich jedoch und auf diese kannst du dich sehr gut vorab vorbereiten. Fragen zu den folgenden Themenkomplexen werden in vielen Auswahlgesprächen gefragt.

Deine Motivation für das Medizinstudium

Die Hochschule möchte im Auswahlgespräch von dir erfahren, warum du dich für ein Studium der Medizin entschieden hast und warum du an genau dieser Hochschule studieren möchtest. Deshalb werden dir Fragen gestellt, die deine Studienwahl betreffen. Typische Frage können sein:

  • Warum möchten Sie Medizin studieren? Und warum nicht vielleicht Pharmazie oder Humanbiologie?
  • Was wissen Sie über den Ablauf im Studiengang?
  • Welche Fächer / Module / Praktika interessieren Sie am meisten?
  • Welche beruflichen Pläne haben Sie?
  • Haben Sie bereits praktische Erfahrung im medizinischen Umfeld gesammelt?
  • Warum bewerben Sie sich gerade an dieser Hochschule?
  • Welche Eigenschaften sollte ein Arzt Ihrer Meinung nach haben? Oft gefolgt von der Anschlussfrage: Haben Sie diese Eigenschaften?
  • Warum sind Sie ein geeigneter Kandidat für diesen Studiengang?

Vorkenntnisse und praktische Erfahrungen

Es ist keine Grundvoraussetzung, aber gibt natürlich Pluspunkte, wenn du bereits in den Arztberuf hineingeschnuppert hast, zum Beispiel bei einem Pflegepraktikum. Wer eine Wartezeit auf das Studium überbrücken muss, kann diese Zeit ideal nutzen, um durch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Vorsemester Medizin wichtige Erfahrungen zu sammeln und dadurch seine Chancen im Auswahlgespräch zu verbessern.

Hast du bereits ein Pflegepraktikum oder andere Praktika absolviert, wirst du vielleicht danach gefragt, wie dein Eindruck war, was dir dort positiv aufgefallen ist und was du verändern würdest. Praktikumsscheine, Zeugnisse oder andere Belege am besten mitnehmen. Fragt jemand genauer nach, kannst du anbieten, den Schein zu zeigen.

Weitere typische Fragen

Zusätzlich gibt es weitere Fragen, die häufig gestellt werden:

  • Erzählen Sie uns etwas über sich: Wo kommen Sie her? Wie ist Ihr Werdegang?
  • Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
  • Haben Sie Vorbilder? (allgemein und im medizinischen Bereich)
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Welche Hobbys haben Sie?
  • Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
  • Wie werden Sie Ihre Studienzeit finanzieren?
  • Was erwarten Sie von einem zukünftigen Arbeitgeber?

Es können in Einzelfällen auch Fragen zur aktuellen Gesundheitspolitik, Gesundheitsreformen, zum Ärztewesen oder der Situation in Krankenhäusern gestellt werden. Mehr zum Umgang mit unerwarteten Fragen findest du im Kapitel „Tipps für das Auswahlgespräch“.

So bereitest du dich am besten auf dein Auswahlgespräch vor

Die richtige Vorbereitung hilft nicht nur dabei, dass du im Auswahlgespräch die Fragen souveräner beantworten kannst. Sie nimmt auch Nervosität und sorgt dafür, dass du entspannter und gelassener in das Gespräch gehst. Dabei geht es nicht nur um eine fachliche Vorbereitung, sondern auch um persönliche Aspekte. Medizinisches Fachwissen ist nicht nötig, du musst zur Vorbereitung also keine Fachbücher wälzen.

Im Folgenden findest du Tipps, was alles zu deiner Vorbereitung gehören sollte:

Informationen sammeln

Zunächst ist vor allem wichtig, dass du dich umfassend informierst. Über die folgenden Punkte solltest du Bescheid wissen.

Die Hochschule: Oft wird gefragt, warum du dich gerade für diese Hochschule bewirbst. Manchmal wird gewünscht, dass die Studierenden eine enge Verbundenheit mit der Hochschule haben. Du solltest deshalb wissen, was die Hochschule von anderen unterscheidet.

Die Stadt: Einige Details zu deiner möglichen neuen Studienstadt solltest du vorher heraussuchen. Es macht im Gespräch einen schlechten Eindruck, wenn die Jury bei Rückfragen spürt, dass du nichts über die Stadt weißt.

Das Studium: Schaue dir vorher die im Internet zu findenden Informationen über den Studiengang an. Einige Hochschulen stellen Beispielstundenpläne, Videos oder Modulübersichten zur Verfügung. Nutze diese Ressourcen, damit du im Gespräch mit einer genauen Vorstellung vom Medizinstudium punkten kannst.

Fragen und Antworten: Informiere dich über die häufig gestellten Fragen und bereite Antworten vor. Informationen über die Auswahlgespräche oder Gesprächsprotokolle findest du online oder bei der medzinischen Fachschaft der Hochschule. Natürlich kannst du gerne auch unsere oben genannten Beispielfragen zur Vorbereitung nutzen.

Reflektieren

Mache dir vor dem Auswahlgespräch Gedanken über dich, dein Studienziel und deinen Berufswunsch. Stärken bzw. Schwächen und berufliche Ziele sind häufig Inhalt der gestellten Fragen.

Das Gespräch vorab üben

Gehörst du zu den Menschen, die nervös sind, wenn sie vor anderen sprechen? Dann empfiehlt es sich, die Situation mit Freunden oder der Familie mit typischen Fragen zu üben. Du kannst dich auch selbst dabei filmen oder bei deiner „Testjury“ nachfragen, ob deine Antworten authentisch und offen wirken. Achte dabei auch auf eine unverkrampfte Körpersprache.

Tipps für dein Auswahlgespräch: So vermeidest du Fehler

Die Prüfungs-ähnliche Situation und das Sprechen vor zukünftigen Professoren ist beim Auswahlgespräch oft die größte Herausforderung. Der Druck ist groß, da von der Einschätzung des Auswahlkomitees ja immerhin abhängt, ob du deinen Studienplatz bekommst. Mit den folgenden Tipps vermeidest du typische Fehler, die deine Erfolgsaussichten vermindern können.

Pünktlich sein

Es ist eigentlich selbstverständlich, aber natürlich solltest du pünktlich sein und lieber deutlich vor dem Termin schon da sein.

Die richtige Kleidung

Trage etwas, in dem du dich wohl fühlst. Die Kleidung sollte nicht zu leger (Flip-Flops im Sommer müssen nicht sein) und auf keinen Fall ungepflegt sein, aber auch nicht übertrieben formal (ein Anzug oder Kostüm sind nicht üblich).

Das richtige Verhalten im Gespräch

Für das Auswahlgespräch gibt es einige Tipps, die dir helfen, einen guten Eindruck zu hinterlassen:

  • Gehe bei Ankunft auf alle Gesprächspartner zu, gib ihnen die Hand und stelle dich vor.
  • Halte Blickkontakt bei der Begrüßung und im Interview.
  • Antworte nicht zu knapp, aber schweife auch nicht zu weit von der Frage ab.
  • Achte auf deine Körpersprache (z.B. aufrechte Haltung, keine verschränkten Arme).
  • Bewahre Ruhe und versuche, Nervosität nicht zu zeigen.

Wie reagiert man auf unerwartete oder schwierige Fragen?

Manchmal kommen im Auswahlgespräch Fragen, mit denen man einfach nicht gerechnet hat, oder die unfreundlich oder unpassend wirken. Es kann Absicht der Jury sein, dich mit einer schwierigen Frage bewusst aus dem Konzept zu bringen und zu sehen, wie du reagierst und wie emotional stabil du bist. Dem Auswahlkomitee geht es bei solchen Fragen mehr um deine Reaktion auf die Situation, als um eine spezielle Antwort. Wichtig ist deshalb: Werde nicht nervös, sage nicht „irgendwas“, bleib ruhig, versuche der Frage eine positive Wendung zu geben. Es ist absolut legitim zuzugeben, wenn du etwas nicht weißt.

Seriosität wahren

Manche Auswahlgespräche laufen sehr locker ab. Es wird hin und wieder gelacht. Humor und Entspanntheit sind gut. Davon solltest du dich jedoch nicht aus dem Fokus bringen lassen. Egal wie nett das Gespräch ist, lass dich nicht zu flapsigen Bemerkungen oder einem zu laxen Umgang mit Fragen hinreißen.

Fazit: Vorbereitung zahlt sich beim Auswahlgespräch für das Medizinstudium aus

Das Auswahlgespräch läuft je nach Hochschule und Auswahlkomitee immer etwas anders ab. Doch deine Chancen, nachdem du eingeladen wurdest, sind gut. Immerhin werden meist nur etwa doppelt so viele Bewerber eingeladen, wie verfügbare Studienplätze.

Durch eine überlegte und gezielte Vorbereitung kannst du deine Erfolgsaussichten im Auswahlgespräch deutlich erhöhen. Dabei solltest du nicht nur auf fachliche Informationen Wert legen. Überlege dir auch vorher, ob du Schwächen in der Gesprächsführung hast und arbeite an diesen. Auch das gehört zu einer guten Vorbereitung dazu. Besser ist es, authentisch zu wirken und die eigene Persönlichkeit darzustellen, als auswendig gelernte Antworten zu geben.

Wir wünschen viel Erfolg beim Auswahlgespräch!

Ist ein Vorsemester Medizin sinnvoll?

Ist ein Vorsemester Medizin sinnvoll
Natürlich kann man sich fragen, ob ein Vorsemester Medizin sinnvoll ist, wenn denn ein sehr gutes Abitur hingelegt worden ist und überdies im Netz zahlreiche Literatur zu finden ist, mit der man sich auf die diversen Tests im Selbststudium vorbereiten kann – wie auf den TMS, den HAM-Nat, den EMS (Schweiz) oder den MedAT (Österreich).

Es kann schon sein, dass dem Einen oder Anderen die dort zu findenden Hilfestellungen im Moment als ausreichend und zielführend erscheinen, einen dieser Tests mit sehr gutem Erfolg zu absolvieren und somit dem Ergattern eines Studienplatzes näher zu kommen. Und so finden sich natürlich Stimmen im Netz, die das Belegen eines Vorsemesters Medizin ganz generell für unnötig und überflüssig befinden. Schön für die, die in ihrer Selbsteinschätzung sich so sicher sein können! Und natürlich kann dieses Urteil eines Dritten leicht hergenommen und als Beruhigung unters Kopfkissen gelegt werden. Vielleicht aber liefe diese Haltung im Einzelfall auf ein sehr risikovolles „Spiel“ hinaus.

Ist von den o.g. Empfehlungsgebern bekannt, ob beispielsweise die Abiturausbildung durchgängig an einem Ort durchlaufen wurde oder ob ein Teil im Ausland stattgefunden hat, weshalb bestimmte Kernfächer wie Chemie oder Physik danach hier keine Fortsetzung gefunden haben? Sind in der Abiturphase möglicherweise auch falsche Entscheidungen getroffen worden – z.B. in der Wahl von Leistungskursen, weil der Studienwunsch Medizin sich erst relativ spät durchgesetzt hat? Ist jeder Lerntyp von vornherein gleichermaßen stark in Biologie und Mathematik? Sollte nicht jeder sich selbst befragen, ob und inwiefern er das große Missverständnis mit sich herum trägt, erfolgreiches Lernen sei auswendig büffeln, was bis zum Abitur ja auch ganz gut geklappt hat – auch wenn kurze Zeit später das Gedächtnis das jeweilige Kapitel gestrichen hat? Verfügt jeder wirklich über eingeübte Lerntechniken, mit denen die gewaltige Menge an Stoff im Studium bewältigt werden kann? Kann sich jeder von vornherein sicher sein, die erforderlichen Wege zum Verstehen und Anwenden in medizinischen Zusammenhängen zu finden? Wer ist schon an die Arbeit in Lerngruppen gewöhnt – aller Erfahrung nach ein unbedingtes Muss im Studium, wo doch bis zum Abitur eher der einsame Blick auf die eigenen Stiefelspitzen die Regel war?

Mit den oberschlauen Tippgebern ist es wohl ein wenig wie mit den Typus, den wohl jeder aus der Abiturzeit kennt: Da ist eine Klausur geschrieben worden, zu der lauthals verkündet wird, dass sie für ihn wohl sehr schlecht ausfallen werde – und genau in diesem Fall steht schließlich eine stolze EINS dahinter. Wem nützt also dieses Geschrei, außer dass es dem Schreihals sein Ego füttert?

Eine realistische Selbsteinschätzung ist für jeden selbst sowie für dessen Umfeld wohltuende Ausgangsposition, seinen Bildungsweg zu bestimmen.


Überdies ist wohl zu bedenken, dass keiner dieser Tests wiederholbar ist, d.h. klüger in der Selbsteinschätzung ist man erst danach – und dann kann man es nicht mehr ändern, wenn das Ergebnis des Tests nicht wie gewünscht ausgefallen ist, so dass letztendlich die Chance vertan sein könnte. Nun kann man sich auf keinen dieser Tests zu 100% vorbereiten – was wäre es sonst auch für ein Test, wenn die Frage schon vorher bekannt wären. Aber die Methodik, die Herangehensweise, das Arbeiten mit Zeitlimit etc., das kann sehr wohl vorab geübt werden. Dies schließt ein, sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Tests vertraut zu machen, um zu einer begründeten Entscheidung zu kommen, zu welchem Test man sich anmeldet. Beispielsweise steht bei dem TMS weniger die Notwendigkeit im Zentrum, zu rechnen, sondern zu denken und Zusammenhänge zu erkennen.

Weiterhin kann es bei ernsthaftem Studienwunsch Medizin ja nicht nur um das Sichern einer Eintrittskarte gehen, sondern dann soll natürlich auch der ganze Film ablaufen. So verständlich es ist, als Studienbewerber sich zunächst auf die Frage der Zulassung zu einem Studienplatz und somit auf die Frage der Zulassungstests zu konzentrieren, so berechtigt ist die Notwendigkeit, den Blick zu öffnen und das Gesamtvorhaben ins Visier zu nehmen.

Was nützt ein guter Bewerbungstest allein, wenn man zum Physikum „rausgeprüft“ wird – ein gängiger Begriff an den medizinischen Fakultäten, weil in der ungewohnten Fülle von Studienstoff ein Untergang mit Ansage nicht abzuwenden war?

Wenn ein Vorsemester Medizin auf Inhalte der ersten beiden Studienjahre und also des Physikums vorbereitet – beispielsweise in Anatomie, Physiologie und Biochemie (dem Angstfach schlechthin), so kann dies unter allen Umständen für einen erfolgreichen – und sicher auch weniger stressigen und risikovollen – Studienverlauf nur von Vorteil sein.

Man kann die Dinge auf sich zukommen lassen – man kann aber auch das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Beurteilen und entscheiden muss jeder für sich selbst – wie immer im Leben.

Presse

Holztisch, Schreibmaschine und Pressemitteilung der LMS Leipzig Medical School

LMS Leipzig Medical School weist in familiärer Atmosphäre den Weg in ein erfolgreiches Medizinstudium

Die LMS Leipzig Medical School bietet mit dem Vorsemester Medizin eine effektive Vorbereitung auf das Medizinstudium und das Physikum an. Mit dem Intensivkurs Naturwissenschaften erreicht das Institut zusätzlich Pharmaziestudenten.

Der Weg beginnt mit dem Vorsemester Medizin

Im Leipziger Osten hat die LMS Leipzig Medical School ihre Tore geöffnet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Abiturienten umfassend auf das anspruchsvolle Studium der Humanmedizin vorzubereiten. Studenten der ersten vorklinischen Semester, angehende Zahnmediziner und Pharmazeuten sind ebenfalls angesprochen. Das Vorsemester Medizin frischt über knapp vier Monate in circa 450 Stunden Abiturwissen auf und bereitet Abiturienten in kleinen Gruppen auf eine Vielzahl von vorklinischen medizinischen Fächern vor. In Labor- und Klinikpraktika wird der Lernstoff lebendig. Der Dozentenstab der Schule setzt sich aus erfahrenen Medizinern, Naturwissenschaftlern, Rettungssanitätern und Medizinpädagogen zusammen. „Das Vorsemester Medizin ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ihre Wartezeit sinnvoll zu nutzen. Abiturwissen bleibt frisch und medizinisches Fachwissen kommt hinzu. Damit schaffen wir optimale Bedingungen für einen gelungenen Studienstart“, beschreibt der Direktor der LMS Leipzig Medical School Dr. Peter Fellenberg die Motivation seines Instituts.

Angehende Mediziner und Pharmazeuten vereint im Intensivkurs Naturwissenschaften

Die Fächer Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sind lernintensiv. Die LMS Leipzig Medical School bietet mit ihrem Intensivkurs Naturwissenschaften über einen Monat in täglich drei Doppelstunden Starthilfe für Schüler der gymnasialen Oberstufe und Studenten der Medizin und Pharmazie. Maximal 20 Teilnehmer pro Kurs garantieren eine individuelle Betreuung.

Mit dem Repetitorium zum Physikum die gefürchtete Hürde überwinden

Hat das Medizinstudium begonnen, sehen sich viele Studenten einem nahezu unüberwindbaren Berg an Wissen gegenüber, der bis ins Detail geprüft werden wird. Besonders gefürchtet ist die Klinische Vorprüfung, das Physikum, im Anschluss an die ersten vier Semester. Der Kurs Repetitorium zum Physikum bereitet Studenten der Humanmedizin, Zahnmedizin und Veterinärmedizin in Kleingruppen auf die Prüfung vor. Über fünf Wochen in circa 150 Unterrichtsstunden lehren erfahrene Dozenten Anatomie, Physiologie, Biochemie, Chemie, Physik und Mathematik. Probeklausuren helfen den Teilnehmern, ihren Wissensstand realistisch einzustufen.

Über die LMS Leipzig Medical School:
Der Träger der Leipzig Medical School ist die gemeinnützige Gesellschaft ProBildung e.V. Leipzig.

LMS Leipzig Medical School
Theodor-Heuss-Straße 30
04328 Leipzig
Fon: 0341 68 18 945
E-Mail: info@leipzigmedicalschool.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://leipzigmedicalschool.de/kurse | Download Pressemitteilung

TMS Testorte 2018

TMS Testorte 2018

Der Test für Medizinische Studiengänge findet einmal jährlich jeweils im Frühjahr statt. Wo liegen die TMS Testorte 2018 genau?

In diesem Beitrag
Auswahl des TMS Testortes
Wichtige Termine
Anmeldung und Kosten
Die 45 TMS Testorte in Deutschland
Alle TMS Testorte 2018 in der Kartenübersicht
Häufig gestellte Fragen

Auswahl des TMS Testortes

Nach Anmeldung zum Test für Medizinische Studiengänge TMS über die offizielle Webseite ist die Gebühr von zur Zeit 73,00 EUR an die zuständige Stelle zu bezahlen. Nach erfolgreichem Zahlungseingang hast Du dann die Möglichkeit über Dein Benutzerkonto einen TMS Testort auszuwählen. Erst nach Überweisung der Gebühren ist diese Funktion freigeschaltet. Je früher Du Dich anmeldest, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen Platz an Deinem gewünschten TMS Teststandort zu bekommen. Beachte: Du hast keinen Anspruch auf einen Platz an Deinem Wunschort.

Wichtige Termine

Die nächste Anmeldung zum TMS ist möglich vom 01. Dezember 2017 bis 15. Januar 2018. Die finale Bestätigung sowie offizielle Einladung zum TMS findest Du in Deinem Benutzerkonto bis spätestens 31. März. Das Ergebnis des Tests ist dann online abrufbar ab dem 30. Juni und wird bis zum 30. September vorgehalten.

Anmeldung und Kosten

Die Anmeldung zum Test für Medizinische Studiengänge TMS erfolgt über die offizielle Webseite in dem Zeitraum von Dezember bis Januar. Außerhalb dieses Anmeldefensters ist eine Anmeldung nicht möglich. Die Gebühr für die Teilnahme am TMS liegt aktuell bei 73,00 EUR und ist vorab an die zuständige Stelle zu bezahlen.

Die komplette Liste der TMS Testorte 2018

StadtOrtAdressePLZAnfahrt
Halle/SaaleHalle-MesseMessestr. 1006116Route planen
ChemnitzStadthalleTheaterstraße 309111Route planen
BerlinAndel´s HotelLandsberger Alle 10610369Route planen
FalkenseeStadthalleScharenbergstraße 1514612Route planen
RostockHanseMesseZur HanseMesse 1-218106Route planen
NorderstedtTriBühneRathausallee 5022846Route planen
NeumünsterHolstenhallen - Halle 1Justus-von-Liebig-Str. 2-424537Route planen
CelleCongress-UnionThaerplatz 129221Route planen
BielefeldStadthalleWilly-Brandt-Platz 133602Route planen
BaunatalStadthalleFriedrich-Ebert-Allee 134225Route planen
GießenHessenhallen - Halle 1An der Hessenhalle 1135398Route planen
GöttingenStadthalleAlbaniplatz 237073Route planen
WolfenbüttelLindenhalleHalberstädter Str. 1A38300Route planen
Castrop-RauxelForum - EuropahalleEuropaplatz 6-1044575Route planen
BochumRuhrCongressStadionring 2044791Route planen
OberhausenLuise-Albertz-HalleDüppelstraße 146045Route planen
CloppenburgStadthalleMühlenstraße 20-2249661Route planen
Lingen/EmsHalle IVKaiserstraße 10a49809Route planen
Bad GodesbergStadthalleKoblenzer Straße 8053177Route planen
KoblenzRhein-Mosel-HalleJulius-Wegeler-Str. 456068Route planen
SiegenSiegerlandhalle - Großer SaalKoblenzer Str. 15157072Route planen
Frankfurt/MainSaalbau Stadthalle ZeilsheimBechtenwaldstr. 1765931Route planen
Frankfurt/MainSaalbau NiedHeinrich-Stahl-Straße 365934Route planen
SaarbrückenSaarlandhalleAn der Saarlandhalle 166113Route planen
Neustadt an der WeinstraßeSaalbauBahnhofstr. 167434Route planen
HockenheimStadthalleRathausstr. 368766Route planen
EppelheimRudolf-Wild-HalleRudolf-Wild-Halle Schulstraße 669214Route planen
FellbachSchwabenlandhalleTainerstrasse 770734Route planen
FilderstadtFILharmonieTübinger Straße 4070794Route planen
LudwigsburgForum am SchlossparkStuttgarter Str. 3371638Route planen
HeilbronnHarmonieHarmonie Allee 2874072Route planen
PforzheimCongressCentrumAm Waisenhausplatz 1-375172Route planen
FreiburgMesseHermann-Mitsch-Str. 379108Route planen
RosenheimKultur + Kongress ZentrumKufsteiner Straße 483022Route planen
AltöttingKultur + Kongress ForumZuccalliplatz 184503Route planen
DachauGeorg-Scherer-HalleGröbenrieder Str. 2185221Route planen
DachauMehrzweckhalleGröbenrieder Str. 2185221Route planen
MemmingenStadthalleUlmer Str. 587700Route planen
Biberach/RißStadthalleTheaterstraße 688400Route planen
Heidenheim an der BrenzCongress & Event CentrumHugo-Rupf-Platz 189522Route planen
NürnbergMaritim HotelFrauentorgraben 1190443Route planen
RegensburgDonauarenaWalhalla-Allee 2293059Route planen
BambergKonzert- und KongresshalleMußstraße 196047Route planen
WürzburgVogel Convention Center VCCMax-Planck-Str. 7-997082Route planen
SuhlCongress Centrum CCSFriedrich-König-Straße 798527Route planen

Die TMS Orte 2018 in der Kartenübersicht

Häufig gestellte Fragen zu den TMS Testorten

Wann kann ich meinen gewünschten Testort auswählen?
Nach Zahlung der Gebühren hast Du über Dein Benutzerkonto die Möglichkeit, eine Ortspräferenz zu definieren.

Wo kann ich meinen TMS Testort auswählen?
Nur über Dein individuelles Benutzerkonto auf den Seiten der Universität Heidelberg.

Kann ich meinen gewünschten Testort nach Anmeldung noch einmal ändern?
Ja. Bis zum 25. Januar ist das möglich sofern der neue Wunschort noch frei ist.

Was passiert, wenn ich keinen Testort ausgewählt habe?
In diesem Falle wird Dir anhand Deiner Postleitzahl und der freien Kapazitäten ein TMS Testort zugewiesen.

Wann steht mein TMS Testort endgültig fest?
Du erhältst bis spätestens 31. März eine Bestätigung sowie eine Einladung, die Du in Deinem persönlichen Benutzerkonto einsehen und ausdrucken kannst.

Bekomme ich die Anmeldegebühr zurück, wenn ich keinen Platz an meinem Wunschort bekommen habe?
Nein.

Kann ich meine Anmeldung zurückziehen und die Anmeldegebühr wiederbekommen?
Nein. Eine Anmeldung zum TMS ist stets verbindlich.

Ab wann kann ich die Testergebnisse einsehen?
Zwischen dem 30.06. und 30.09. findest Du Deine Testergebnisse online in Deinem Benutzerkonto.

Wartesemester vor dem Medizinstudium

Ein Ärgernis mit Möglichkeiten!

Wartesemester vor dem Medizinstudium

Wer nach dem Abitur auf seinen Studienplatz Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie aus ist, muss sich mit einem mehrgliedrigen Zulassungsverfahren auseinandersetzen, das unter Umständen eine gehörige Anzahl Wartesemester hervorbringt – derzeit im Durchschnitt 14! Das dem NC unterworfene Zulassungsverfahren dreht sich um Abiturbestenquote, Wartezeitquote und Hochschulquote und scheint tendenziell eine sich weiter erhöhende Zahl an Wartesemestern zu generieren.

Dabei ist das gegenwärtig obwaltende procedere nicht so ganz einfach zu durchsteigen – aber recht umfangreich und gut erläutert auf der zentralen Webseite der bundesweit zuständigen Stiftung für Hochschulzulassung. [1]

 

In diesem Beitrag:
Die Quoten im Überblick
Die HZB-Durchschnittsnote
Entwicklung der Wartesemester für Medizin
Abkürzung kann ein Umweg sein
TMS und HAM-Nat
Auswahlgespräche nutzen
Wartesemester nutzen

Die Quoten im Überblick

vergabe der studienplätze medizinstudium und wie wartesemester medizin berechnet werden

Vorabquote

Von allen zur Verfügung stehenden Studienplätzen werden etwa 12% als sogenannte Vorabquoten an folgende Bewerbergruppen vergeben:

  • Bewerber mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung
  • Ausländische Studienplatzbewerber
  • Zweitstudienbewerber
  • Sanitätsoffizier-Anwärter der Bundeswehr
  • Härtefälle

Abiturbesten-, Wartezeit- und Hochschulquote

Von den verbliebenen 88% werden 20% der Studienplätze nach der Abiturbestenquote, weitere 20% nach der Wartezeitquote sowie die verbliebenen 60% nach der Hochschulquote vergeben.

Die HZB-Durchschnittsnote

Dieses Verfahren geht bei aller Mehrstufigkeit immer wieder von der zentralen Bedeutung der Abiturdurchschnittsnote aus, was natürlich auch Kritiker findet – wie z.B. mit dem Marburger Bund. Schließlich mag nicht jede Einzelnote, die in einer Abiturdurchschnittsnote Aufnahme gefunden hat, gleichermaßen Auskunft über die Eignung als Mediziner geben – und schließlich möchte wohl kein Patient einen Durchschnittsmediziner in der Nähe seines offenen Herzens wissen. Fachlich höchste Ansprüche und höchste moralisch-ethisch Verantwortung verlangen nach Spitzenkräften – und die muss das Medizinstudium hervorbringen – und am besten nur die.

Der Marburger Bund schlägt mit seinem „Masterplan Medizinstudium 2020“ neben der Forderung nach einer unbedingten Erhöhung der Zahl der Studienplätze u.a. vor: [2]

  • „Bildung einer Hauptquote aus Abiturbestenquote und Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)
  • Einbeziehung weiterer Auswahlkriterien neben Abiturnote und andere Gewichtung
  • Auswahlverfahren bundesweit nach einheitlichen Standards
  • Überprüfung der Ausgestaltung der Wartezeitquote.“

Finde Deinen Weg

Nun ist dies Zukunftsmusik – wenn überhaupt! Und was nützen solcherart für 2020 ins Visier genommene Zielstellungen eines einzelnen Akteurs dem angehenden Studenten im aktuellen Wartestand? Der alte Musik-Barde Hannes Wader singt in einem seiner Lieder die Zeile: „Ein Wunsch der heiß und innig brennt, wird manchmal sogar wahr.“ Gut zu wissen – aber in Erfahrung zu bringen, was konkret zu unternehmen möglich ist, seinem Ziel durch aktives Handeln näher zu kommen, ist natürlich noch vielversprechender. Sind vielleicht bereits jetzt Elemente im Zulassungsverfahren auszumachen und zu nutzen, die den Wartesemestern zumindest zu einem Teil den Schrecken nehmen? Darauf Antworten zu suchen, zeugt zumindest davon, dass da ein Wunsch heiß und innig brennt. Welche Wege kann man finden!

Entwicklung der Wartesemester für Medizin

Übersicht Wartesemester Medizinstudium seit 2008

 SommersemesterWintersemester
20081010
20091011
20101312
20111312
20121312
20131312
20141312
20151314
20161414
20171515

Abkürzung kann ein Umweg sein

Die Suche kann zu Versprechungen auf eine „einfache Abkürzungen“ führen. An privaten und ausländischen Einrichtungen kann sich jeder über entsprechende Zahlungen in einen Studienplatz einkaufen. So hat man die „Plage“ mit den Wartesemestern los! Hoffentlich aber ist genau in diesem Fall und in aller Ehrlichkeit geprüft worden, ob der finanzielle Aufwand auch eine entsprechende Qualität eines verantwortungsvollen Mediziners erwarten lässt? Jedenfalls ist die in diesem Zusammenhang im Netz zuweilen vorzufindende Inaussichtstellung von „europaweit anerkannten“ Studienvoraussetzungen für alle öffentlich-rechtlichen Universitäten und Hochschulen schlechterdings Unsinn…

Studieren will gelernt sein!

Was kann der tun, für den dieser Weg der „Totalabkürzung“ der Wartesemester nicht möglich oder nicht gewollt ist?

Konkrete Hinweise erhält, wer in die einzelnen Beschreibungen zu den Auswahlverfahren der Hochschulen schaut. Dort kann man fündig werden auf der Suche nach Elementen, die zumindest in die Richtung der Vorstellungen des Marburger Bundes weisen und bereits heutzutage für den Studieninteressierten nutzbar sind.

Erste Voraussetzung für das Auffinden und Nutzen von Möglichkeiten, sich fit für das Medizinstudium zu machen, ist ein ungetrübter Blick auf die wirklichen Anforderungen in diesem Studium. Neben einer realistischen Selbsteinschätzung sollte die Erkenntnis sich Bahn brechen, dass bloßes Abiturwissen nicht reichen wird, im Studium gut zu bestehen.

Dies schließt die Auseinandersetzung mit dem wohl am weitesten verbreiteten Missverständnis ein, Studieren mit Auswendiglernen zu verwechseln. Was beim Lernen für das Abitur vielleicht noch ganz gut geklappt hat, verlangt beim Studieren nach neuen Lerntechniken und anderer Selbstorganisation. Sich selbst und die Inhalte zu sortieren und sich entsprechend zu organisieren – beispielsweise in Lerngruppen, ist mit Beginn des Studiums ein unbedingtes Muß! Die unglaubliche Fülle an Stoff „schreit“ z.B. danach, sich über sein Zeitmanagement Gedanken zu machen. Sicher ist gut beraten, wer sich frühzeitig und intensiv darum bemüht, seinen Stil, seine Methoden und seine Techniken des Studierens zu finden. Und dann kommt im Studium ja die Notwendigkeit praktischer Anwendung des Gelernten noch „oben drauf“! Da wird also ein unvergleichlich „dickeres Brett“ zu bohren sein als bisher.

Im wesentlichen stehen Dir an deutschen Universitäten und Hochschulen 2 Wege offen:

  1. Eingangstests
  2. Auswahlgespräche der Hochschulen

TMS und HAM-Nat

Mache aus dem Test ein Fest

Eingangstests, deren Ergebnisse mit der Abiturdurchschnittsnote „verrechnet“ werden, sind eine zentrale Möglichkeit, die Zahl von Wartesemestern zu reduzieren – und zwar über Leistung!
Der Test Medizinische Studiengänge (TMS) ist wohl am bekanntesten – und er ist von der übergroßen Mehrheit der Universitäten und Hochschulen in Deutschland akzeptiert. Und: Der TMS ist im Vergleich zu anderen Testvarianten (HAM-Nat, MediAT, EMS) der am ehesten komplex angelegte.

So wird beispielsweise schon nach medizinisch relevanten Zusammenhängen gefragt und die Merk- und Denkfähigkeit wird geprüft, während in anderen Tests der Fokus mehr auf naturwissenschaftlichem Wissen liegt. In jedem Fall empfiehlt sich eine genaue Recherche dazu, da die Ergebnisse des TMS an den Universitäten und Hochschulen jeweils anders gewichtet werden. Das Internet bietet die Möglichkeit, dies in jedem Einzelfall einzusehen [3]

Der Test für medizinische Studiengänge (TMS) kann nicht wiederholt werden.

Vielleicht lässt sich ein Hinweis auf die richtige Wahl des anvisierten Studienortes treffen? Nun ist der TMS beispielsweise nicht wiederholbar und schlägt nur mit dem gewünschten Effekt zu Buche, wenn er mit sehr gutem Ergebnis absolviert wird. Gut beraten ist sicher, wer sich vorbereitet. Abiturstoff in Naturwissenschaften wiederholen und in der Anwendung festigen und sich vor allem in die Methodik der Tests hineindenken, die unter Zeitvorgabe zu schreiben sind, kann kein Fehler sein. Ein Vorsemester Medizin kann Dir bei der strukturierten Vorbereitung eine große Hilfe sein.

Auswahlgespräche nutzen

Nominell sollen 60% aller Studienplätze von den Hochschulen selbst vergeben werden – und da finden sich, wenngleich durchaus sehr unterschiedlich von Einrichtung zu Einrichtung, mit der Durchführung von Auswahlgesprächen nutzbare Elemente, mit denen bereits jetzt das ansonsten „in Stein gemeißeltes“ Zulassungsverfahren partiell aufgebrochen werden kann. Wieder lassen sich unterschiedliche Auswahlregeln zur Erstellung von Ranglisten finden.

  • Ein Teil der Einrichtungen entscheidet bei der Erstellung von Ranglisten nur nach numerischen Regeln, in denen ausschließlich Zahlen regieren einschließlich Bonierung einer einschlägigen Berufsausbildung im medizinischen Bereich.
  • Aber immer mehr Einrichtungen öffnen sich breiter, indem sie bei der Erstellung ihrer Ranglisten die Ergebnisse von Auswahlgesprächen mit einbeziehen.

Einige Beispiele aus der Praxis

Der genannte Link [3] gibt Einsicht in Details der Verfahrensweise in den einzelnen Einrichtungen – und da gibt es manche Möglichkeit des Gestaltens zu entdecken.

Bei der Uni Göttingen bespielsweise findet sind die Ausführung:

„Die Auswahlentscheidung erfolgt auf Grundlage der HZB-Durchschnittsnote in Kombination mit dem Ergebnis des Auswahlgesprächs. Die Ergebnisse der Auswahlgespräche fließen in die Bewertung zu rund 49 % ein, die HZB-Durchschnittsnote zu rund 51 %.“

Oder bei der Uni Ulm lässt sich finden, dass

„0,1 Notenpunkte für eine oder mehrere besondere Vorbildungen/praktische Tätigkeiten (mindestens 6 zusammenhängende Monate) und außerschulische Leistungen und Qualifikationen, die über die Eignung für diesen Studiengang besonderen Aufschluss geben“

mit der HZB-Durchschnittsnote verrechnet werden können.

Bei der Charité geraten Fertigkeiten ins Visier, die einerseits sehr wohl den hohen Anforderungen an ein modernes Medizinstudium Rechnung tragen, aber andererseits weit über bisher verhandeltes Fachwissen sowie das formale Trainieren von „Kreuzen“ für Prüfungen im Multiple-Choice-Verfahren hinausgehen. Da ist die Rede von POL („Problemorientiertes Lernen“), von selbstständigem, problembezogenem Wissenserwerb, von KIT („Kommunikation, Interaktion, Teamarbeit“) sowie von sozialen Kompetenzen, die an Simulationspatienten geschult werden.

„Der Modellstudiengang setzt neben einem hohen Maß an Eigeninitiative, Neugierde und Teamfähigkeit auch naturwissenschaftliches Grundwissen und Englischkenntnisse voraus“

– heißt es dort.

Nun mag jeder sich selbst die Frage stellen, welchen Platz Kompetenzen und Fähigkeiten solch` ganzheitlicher Natur bis zum Abitur eingenommen hatten?

Wartesemester nutzen!

Diese drei Beispiele mögen genügen, um deutlich zu machen, dass eine fachlich anspruchsvolle und ansonsten einem ganzheitlichen Wissenschaftsverständnis verpflichtete Vorbereitung auf das Medizinstudium niemals umsonst oder gar ein Fehler sein kann. Im Gegenteil: Neben dem Gewinn an fachlicher Kompetenz und sozialer Souveränität lässt sich die Zeit der Wartesemester nicht nur sinnvoll nutzen, sondern deren Zahl mitunter auch reduzieren.

Wer mit dem Arztberuf seine Berufung verbinden will, fängt damit nicht erst mit der letzten ärztlichen Prüfung an, sondern bereits mit der bewussten Wahl von Qualität in der Vorbereitung auf sein Studium. Darin kann eine gute Kehrseite von Wartesemestern bestehen.

Weitergehende Links:

HAM-Nat Themenkatalog

HAM-Nat Themenkatalog
Mit dem HAM-Nat Themenkatalog steht Dir eine umfangreiche Liste zur Vorbereitung auf den HAM-Nat zur Verfügung.

In diesem Beitrag:
Chemie
Physik
Biologie
Mathematik

Die Themen im Bereich Chemie

Atombau

  • Atomkern, Elektronenhülle
  • Ordnungszahlen
  • Atommasse
  • Elektronegativität
  • Periodensystem der Elemente
  • Radioaktivität

Zustandsformen der Materie

  • Phasen und -übergänge
  • Stoffe, Gemische, Lösungen
  • hydrophil/hydrophob

Chemische Bindung

  • Ionenbindung
  • Atombindung (kovalente Bindung)
  • Wasserstoffbrückenbindung
  • van der Waals Bindungen

Elemente und Moleküle

  • Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff sowie Stickstoff und deren einfache Verbindungen
  • Alkane, Alkene, Alkine, Alkohole, Ester
  • Aldehyde, Ketone, Carbonsäuren
  • Aromaten (Benzol)
  • Kohlenhydrate, Proteine, Fette
  • Isomerie
  • Berechnung von molaren Massen und
  • Konzentrationen

Chemische Reaktionen

  • Formelschreibweise
  • Stöchiometrie
  • Exotherm/endotherm
  • Massenwirkungsgesetz und Gleichgewichte
  • Reaktionsgeschwindigkeit
  • Aktivierungsenergie, Katalysator

Säure/Base

  • pH-Wert
  • Säuren/Basen nach Brönsted
  • Autoprotolyse des Wassers
  • Säurestärke
  • häufig verwendete Säuren, Basen,
  • Salze
  • Puffer

Oxidation/Reduktion

  • Redoxreaktionen
  • Oxidationszahlen
  • Galvanisches Element
  • Spannungsreihe

Die Themen im Bereich Physik

Größen und Einheiten

Mechanik

  • Grundgrößen und -gesetze der Mechanik
  • Translation, Rotation
  • Arbeit und Leistung

Wellen

  • harmonische Schwingungen und Wellen
  • Akustik

Wärme

  • Temperatur
  • Arbeit und Wärme
  • Hauptsätze der Wärmelehre
  • Gasgesetze

Elektrizität

  • Ladung, Stromstärke, Spannung
  • Elektrostatisches Feld
  • Ohm’sches Gesetz
  • Coulomb’sches Gesetz
  • Kirchhoff’sche Gesetze
  • elektrische Leistung, elektrische Arbeit
  • Amplitude und Frequenz von Wechselstrom
  • Elektromagnetische Wellen

Optik

  • geometrische und Wellenoptik
  • Auge

Die Themen im Bereich Biologie

Zytologie

  • Prokaryonten
  • Eukaryonten
  • Zellaufbau und Organellen
  • Viren

Prinzipien des Stoffwechsels

  • Glykolyse, Citratzyklus, Atmungskette
  • Enzymatische Reaktionen
  • Energieübertragung durch ATP

Genetik

  • Mendelsche Regeln
  • Gene und Vererbung
  • Evolution
  • Zellteilung, Mitose, Meiose
  • Keimzellen
  • Aufbau des Genoms
  • Endosymbiontentheorie
  • Mutationen
  • DNA: Aufbau, Replikation, Reparatur
  • Proteinbiosynthese: Transkription,
  • Translation
  • Gentechnik (z.B. Polymerasekettenreaktion)
  • Klonierung

Prinzipien der Regulation

  • Hormone
  • Nervenreizleitung

Die Themen im Bereich Mathematik

  • Zehnerpotenzen und Präfixe
  • Grundrechenarten
  • Logarithmus
  • Prozentrechnung
  • Dreisatz
  • Flächen- und Volumenberechnung
  • Textaufgaben (z.B. Berechnung von Stoffmengen, Konzentrationen und Verdünnungen)
  • Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik

Lerngruppen

Kein „Königsweg“, aber hilfreich – die Lerngruppen!

Lerngruppen im Medizinstudium

„Jeder stirbt für sich allein“ [1] ist der Titel eines Romans von Hans Fallada aus dem Jahr 1947, der sich dem Widerstand gegen den deutschen Faschismus widmet – und der war sehr einsam. Und so scheiterte er und war mit dem Leben zu bezahlen. Sind andere Bedingungen vorzufinden, sind Alternativen möglich. Wölfe jagen erfolgreich im Rudel. Der Ausgestoßene hingegen scheitert und geht ein. Wer also nicht in Not ist und nicht einsam sein muss, überlebt, wenn er sich intelligent verhält und die Vorteile seines „Rudels“ zu nutzen weiß.

In diesem Beitrag:

Nur mit Pauken kann man scheitern
Lernbeschleuniger gesucht
Lernprozess strukturieren
Minimalregeln vereinbaren

Nur mit Pauken kann man scheitern

Das leuchtet schnell ein – und doch lässt sich diese Erkenntnis im Studium nicht so einfach umsetzen. Die Organisation des Studiums sieht administrativ Studiengruppen nicht vor. Und jeder ist in seiner bisherigen Schulbiographie mehr oder weniger darauf konditioniert, alleine zu lernen. Darauf kann man sich verlassen – sagt alle Erfahrung, und was Andere treiben, entzieht sich einem Zugriff. Und es stimmt ja auch insofern, als es keinen Ersatz für einen eigenen und aktiven Lernprozess geben kann.
Aber: Sich nur alleine „durchbeißen“ zu wollen, kann auch dazu führen, dass schnell die Grenzen erfahrbar werden. Zu viel Stoff – zu wenig Zeit – Verunsicherung – Angst vor dem Blackout: Das sind dann die Begleiter in einem Studium, das von Überforderung gekennzeichnet ist und dann mitunter auch scheitert.

Lernbeschleuniger gesucht

Wäre es nicht besser, wie die Wölfe bei der Jagd arbeitsteilig vorzugehen, Themen sich aufzuteilen bei der Erarbeitung und so gemeinsam einen großen „Happen“ – sprich ein großes Fachgebiet oder komplexe Fragestellungen sicher zu bewältigen? Einer trägt sein Ergebnis den Anderen vor. So lässt sich gut zumindest der Doppeleffekt erzielen, dass (1) die Hörenden eine Menge Zeit gespart haben, indem der Stoff ihnen schon aufbereitet präsentiert wird, und (2) der Vortragende zu einer Selbstkontrolle seines Arbeitsergebnisses kommt, denn nur wenn Darlegung und Erklärung Anderen gegenüber gelingt, ist das Thema auch wirklich durchdrungen und verstanden worden.

Lernprozess strukturieren

Nicht nur der Vortragende findet zu einer anderen kognitiven Qualität. Die Hörenden können sehr schnell auf dessen Niveau ankommen und zu einer Reflexion gelangen, die einer Prüfungssituation zumindest sehr nahe kommt. Unterschiede in gewohnten Lernmustern können identifiziert und ausgeglichen werden. Und wer vor Schwierigkeiten steht, sich zeitlich oder auch inhaltlich beim Lernen zu strukturieren, geht mit Lerngruppen in einen Prozess, der ihn nicht zurücklässt.

Minimalregeln in Lerngruppen vereinbaren

Natürlich müssen sich alle Teilnehmer an einer Lerngruppe einig in der Zielstellung sein, wobei aller Erfahrung nach eine Begrenzung der teilnehmenden Personenzahl zwischen drei und fünf noch Übersichtlichkeit gewährleistet. Und doch sind einige Regeln erforderlich, wenn das Zielerreicht werden soll. Auch drei bis fünf Personen könnten ansonsten ein gemütliches „Kaffeekränzchen“ abgeben. Zuverlässigkeit sollte z.B. bei allen Teilnehmern geboten sein – alles andere wäre wohl nur unfair den Anderen gegenüber. Jedoch sollte man das mit den Regeln auch nicht übertreiben. Dann bestünde eher die Gefahr, dass die Lerngruppe gar nicht zustande kommt. Jeder sollte sich in einer Atmosphäre wiederfinden, in der er sich wohl fühlt.

Weitergehende Links:

Fächer der Vorklinik – Biochemie

Die großen Fächer der Vorklinik haben es in sich. Je nach persönlicher Begabung ist die Biochemie vielleicht die beeindruckendste Hürde im Semester und im Physikum. Der Lernaufwand für dieses Fach ist nicht zu unterschätzen. Sie sehen sich hier einer Kombination von Auswendiglernen und dem Erwerben von Verständnis komplizierter Stoffwechselprozesse gegenüber. Die Biochemie beleuchtet den menschlichen Körper auf der zellulären Ebene. Sie lernen die Vorgänge kennen, die den Organismus biochemisch am Leben erhalten. Es geht zum Beispiel um den gesamten Stoffwechsel in seinen molekularen Details, die Arbeitsweise der Enzyme und ihre Aufgabe die Katalysation sowie die Genetik im Detail. An den meisten Universitäten ist der Schein im Fach Chemie die Voraussetzung, für den Kurs der Biochemie zugelassen zu werden. Daher findet Biochemie oft erst ab dem dritten Semester statt. Bis dahin haben Sie sich bereits an das hohe Lernpensum des Medizinstudiums gewöhnt. Im Physikum ist die Biochemie eines der mündlichen Fächer und in der schriftlichen Prüfung werden dem Fachgebiet circa 60 Fragen gewidmet. Ungefähr 14 Lerntage sind hier auf jeden Fall in der Physikumsvorbereitung einzuplanen.

Die Komplexität der Biochemie

Was macht das Fach Biochemie so kompliziert? Ein Grund ist sicherlich das breit gefächerte Wissensspektrum dieses Fachs. Die Menge an Information nimmt quasi täglich zu und Lehrbücher sind rasch wieder veraltet. Die Zusammenhänge sind detailreich und komplex. Beim Lernen können Sie unendlich in die Tiefe gehen und es fällt Ihnen vielleicht schwer zu entscheiden, welche Fakten wirklich relevant für die verschiedenen Prüfungen und für die klinischen Semester sind. Machen Sie es wie immer und holen Sie sich Rat bei Kommilitonen aus höheren Semestern. Prüfungsprotokolle aus der Fachschaft und alte Klausuren geben Ihnen erste Anhaltspunkte. Ein guter Tipp ist es vielleicht auch, mit einem Kurzlehrbuch zu beginnen und nach dem Legen einer soliden Basis mit einem großen Lehrbuch weiter in die Tiefe zu gehen. Schließen Sie sich einer Lerngruppe an. Den Stoff mit Kommilitonen zu diskutieren wird Ihnen bei seinem Verständnis helfen. Nutzen Sie all Ihre Sinne, um Biochemie zu verstehen. Für Studenten, die eher visuell veranlagt sind, lohnt es sich zum Beispiel, große Poster mit den Stoffwechselabläufen zu malen. Verwenden Sie viele Farben und hängen Sie die Kunstwerke in Sichtweite auf. Selbst im Bad ist ein guter Platz dafür. Die Zeit, in der Sie Ihre Zähne putzen, können Sie zur täglichen Wiederholung des Zitratzyklus nutzen. Die Aminosäuren können Sie zum Beispiel auf Karteikarten unterbringen, die in Ihre Tasche passen und in der U-Bahn oder bei anderen Wartezeiten zum Einsatz kommen.

Schlagen Sie eine Brücke zur Klinik

In der Biochemie geht es vor allem um Stoffwechselprozesse. Wie sind Kohlenhydrate aufgebaut und was ist ihre Aufgabe? Wie funktioniert der Fettstoffwechsel und was machen eigentlich Proteine und Aminosäuren im menschlichen Körper? Hormone und ihre Funktion als Boten zwischen den Organsystemen sind ebenfalls ein spannendes Gebiet des Fachs. Damit Sie der trockene Stoff nicht in die Verzweiflung treibt, hauchen Sie ihm schon jetzt Leben ein. Gehen Sie einen Schritt weiter und machen Sie sich klar, was mit diesen biochemischen Prozessen geschieht, wenn sie nicht nach Plan ablaufen. Schlagen Sie die Brücke zu Erkrankungen und Ihnen wird klar, warum Sie all dieses Grundlagenwissen als Mediziner brauchen werden. Der menschliche Organismus wird zu einem riesigen Reagenzglas, gefüllt mit zusammenhängenden biochemischen Reaktionen.

Das Fach Biochemie im dritten und vierten Semester

Viele Dozenten nutzen die Vorlesung um für die Studenten den Bezug zwischen Vorklinik und Klinik zu verdeutlichen. Es finden zum Beispiel Vorstellungen von Patienten statt. Sehen Sie sich die Vorlesung also zunächst an, auch wenn sie keine Pflichtveranstaltung sein sollte. Das Praktikum der Biochemie macht Sie ebenfalls schon mit diagnostischen Methoden, wie zum Beispiel dem oralen Glukosetoleranztest, vertraut. So vertiefen Sie Ihr theoretisches Wissen ganz automatisch. Klausuren, Testate und Referate werden an den Universitäten unterschiedlich gehandhabt. Da Sie sich in den höheren klinischen Semestern aber sowieso auf der Zielgeraden zum Physikum befinden, ist die Vorbereitung dieser Lernzielkontrollen gleichzeitig eine effektive Vorbereitung auf das Physikum.

Wenn Sie vor lauter Formeln kein Land mehr sehen

Sind Sie unsicher, ob ein Medizinstudium wirklich das Richtige für Sie ist? Hätten Sie gerne einen wirklichen Einblick in die großen vorklinischen Fächer und eventuell etwas Wissensvorsprung, bevor das Studium wirklich beginnt? Informieren Sie sich über unser Vorsemester Medizin, der Ihnen über vier Monate einen tieferen Einblick in Ihr Wunschstudium gibt.

Die Fächer der Vorklinik – Biologie und Chemie

Vorklinik – Biologie

Die Biologie ist eines der Grundlagenfächer der Medizin und wird zu Beginn des vorklinischen Abschnitts in Ihrem Medizinstudium gelehrt. Sicherlich haben Sie Biologie als Leistungskurs belegt und im Gymnasium bereits mehrfach Preise bei „Jugend forscht“ gewonnen. Nein? Im Ernst, lösen Sie sich von den allgemeinen Vorstellungen und Unkenrufen und konzentrieren Sie sich auf das Studium. Biologie ist zwar ein Grundlagenfach, aber auch eines, dessen Inhalte relativ leicht zu vermitteln sind. Sie legen hier eine Basis für das spätere Verständnis von Fächern wie Embryologie und Histologie (Lehre von den Geweben) bis hin zur Anatomie, Physiologie und Biochemie. Es werden Themen gelehrt wie Zytologie, Genetik (Vererbungslehre) und Bakteriologie. Sie erhalten zudem einen ersten Einblick in die Molekularbiologie. Sie lernen den Menschen auf seiner Zellgrundlage kennen und werden dazu in die Kunst des Mikroskopierens eingeführt. Eine Fertigkeit, die Sie später im Praktikum der Histologie noch ausführlich anwenden werden.

Biologie im studentischen Alltag

Ob Sie mit der meist freiwilligen Biologie-Vorlesung etwas anfangen können, hängt sicherlich vom Dozenten ab und von Ihren persönlichen Lernvorlieben. Sehen Sie sich die Veranstaltung an Ihrer Universität an und treffen Sie dann eine Entscheidung. Das Praktikum der Biologie findet an vielen Unis gleich im ersten Semester statt und gehört zu den angenehmeren Veranstaltungen. Sie erhalten ein Praktikumsheft, das die Versuche beschreibt, die Sie im Kurs gemeinsam durchführen werden. Je nach Kursleiter gibt es am Anfang oder Ende der Versuche ein Testat. Eventuell wird der Stoff auch erst am Ende des jeweiligen Semesters mit einer Klausur kontrolliert. Sehen Sie sich in Ihrer Fachschaft nach Altklausuren und Prüfungsprotokollen um. So können Sie Ihre Prüfungsvorbereitung optimieren und dem Biologie-Schein sollte nichts im Weg stehen.

Vorklinik – Chemie

Das Fach Chemie ist unter Medizinstudenten teilweise sehr gefürchtet. Wer Chemie im Gymnasium abgewählt hat, findet sich in der Vorklinik vor einem anständigen Berg Arbeit wieder. Aber mit der richtigen Technik kann fast jeder Gipfel bezwungen werden. Beginnen Sie mit den Grundlagen der Chemie, die Sie bald dringend zum Verständnis der Biochemie benötigen werden. Wie immer gilt für die Vorlesung, dass der Besuch wohl Geschmackssache ist. An den meisten Unis ist sie keine Pflichtveranstaltung. Das Seminar und das dazugehörige Praktikum dagegen schon. Bereiten Sie sich sorgfältig vor. Das Praktikumsheft liefert erste Hinweise auf den geforderten Stoff und eventuelle Lieblingsthemen der Dozenten. Informieren Sie sich in der Fachschaft, ob es alte Prüfungsprotokolle oder Kopien von Klausuren gibt, die in vorherigen Semestern eingesetzt wurden.

Worum es im Fach Chemie geht

Die Grundlagen der Chemie sind die Elemente, deren Verbindungen, Reaktionen und Umwandlungen. Zu Beginn des Kurses steht die anorganische Chemie auf dem Lehrplan. Es werden die grundlegenden Reaktionsprinzipien besprochen, um eine gemeinsame Basis für alle Studenten zu schaffen. Es folgt die organische Chemie der Kohlenstoffverbindungen, die schon deutlicher in Richtung Biochemie und Medizin weist. Eignen Sie sich zusätzlich Wissen über Kinetik und den Aufbau der Materie an und Sie sind auf der sicheren Seite. Es ist wichtig, dass Sie mit diesen Prinzipien gut vertraut sind. Arbeiten Sie zu Hause gründlich nach oder schließen Sie sich mit Kommilitonen zu einer Lerngruppe zusammen, wenn Ihnen Chemie schwerfällt. Ohne solide Grundlage werden Sie im Kurs der Biochemie definitiv Probleme bekommen. Die Zusammenhänge werden rasch komplexer.

Es wird ernst

Geben Ihnen unsere Fachvorstellungen ein mulmiges Gefühl in der Magengrube, weil Sie im Gymnasium nicht wirklich viel mit Chemie oder Biologie am Hut hatten? Wenn Sie vor Studienbeginn testen möchten, ob sie mit dem Fach Medizin die richtige Wahl treffen, belegen Sie unseren Vorbereitungskurs Medizin und Sie werden rasch Klarheit haben.