Die Fächer der Vorklinik – Biologie und Chemie

Vorklinik – Biologie

Die Biologie ist eines der Grundlagenfächer der Medizin und wird zu Beginn des vorklinischen Abschnitts in Ihrem Medizinstudium gelehrt. Sicherlich haben Sie Biologie als Leistungskurs belegt und im Gymnasium bereits mehrfach Preise bei „Jugend forscht“ gewonnen. Nein? Im Ernst, lösen Sie sich von den allgemeinen Vorstellungen und Unkenrufen und konzentrieren Sie sich auf das Studium. Biologie ist zwar ein Grundlagenfach, aber auch eines, dessen Inhalte relativ leicht zu vermitteln sind. Sie legen hier eine Basis für das spätere Verständnis von Fächern wie Embryologie und Histologie (Lehre von den Geweben) bis hin zur Anatomie, Physiologie und Biochemie. Es werden Themen gelehrt wie Zytologie, Genetik (Vererbungslehre) und Bakteriologie. Sie erhalten zudem einen ersten Einblick in die Molekularbiologie. Sie lernen den Menschen auf seiner Zellgrundlage kennen und werden dazu in die Kunst des Mikroskopierens eingeführt. Eine Fertigkeit, die Sie später im Praktikum der Histologie noch ausführlich anwenden werden.

Biologie im studentischen Alltag

Ob Sie mit der meist freiwilligen Biologie-Vorlesung etwas anfangen können, hängt sicherlich vom Dozenten ab und von Ihren persönlichen Lernvorlieben. Sehen Sie sich die Veranstaltung an Ihrer Universität an und treffen Sie dann eine Entscheidung. Das Praktikum der Biologie findet an vielen Unis gleich im ersten Semester statt und gehört zu den angenehmeren Veranstaltungen. Sie erhalten ein Praktikumsheft, das die Versuche beschreibt, die Sie im Kurs gemeinsam durchführen werden. Je nach Kursleiter gibt es am Anfang oder Ende der Versuche ein Testat. Eventuell wird der Stoff auch erst am Ende des jeweiligen Semesters mit einer Klausur kontrolliert. Sehen Sie sich in Ihrer Fachschaft nach Altklausuren und Prüfungsprotokollen um. So können Sie Ihre Prüfungsvorbereitung optimieren und dem Biologie-Schein sollte nichts im Weg stehen.

Vorklinik – Chemie

Das Fach Chemie ist unter Medizinstudenten teilweise sehr gefürchtet. Wer Chemie im Gymnasium abgewählt hat, findet sich in der Vorklinik vor einem anständigen Berg Arbeit wieder. Aber mit der richtigen Technik kann fast jeder Gipfel bezwungen werden. Beginnen Sie mit den Grundlagen der Chemie, die Sie bald dringend zum Verständnis der Biochemie benötigen werden. Wie immer gilt für die Vorlesung, dass der Besuch wohl Geschmackssache ist. An den meisten Unis ist sie keine Pflichtveranstaltung. Das Seminar und das dazugehörige Praktikum dagegen schon. Bereiten Sie sich sorgfältig vor. Das Praktikumsheft liefert erste Hinweise auf den geforderten Stoff und eventuelle Lieblingsthemen der Dozenten. Informieren Sie sich in der Fachschaft, ob es alte Prüfungsprotokolle oder Kopien von Klausuren gibt, die in vorherigen Semestern eingesetzt wurden.

Worum es im Fach Chemie geht

Die Grundlagen der Chemie sind die Elemente, deren Verbindungen, Reaktionen und Umwandlungen. Zu Beginn des Kurses steht die anorganische Chemie auf dem Lehrplan. Es werden die grundlegenden Reaktionsprinzipien besprochen, um eine gemeinsame Basis für alle Studenten zu schaffen. Es folgt die organische Chemie der Kohlenstoffverbindungen, die schon deutlicher in Richtung Biochemie und Medizin weist. Eignen Sie sich zusätzlich Wissen über Kinetik und den Aufbau der Materie an und Sie sind auf der sicheren Seite. Es ist wichtig, dass Sie mit diesen Prinzipien gut vertraut sind. Arbeiten Sie zu Hause gründlich nach oder schließen Sie sich mit Kommilitonen zu einer Lerngruppe zusammen, wenn Ihnen Chemie schwerfällt. Ohne solide Grundlage werden Sie im Kurs der Biochemie definitiv Probleme bekommen. Die Zusammenhänge werden rasch komplexer.

Es wird ernst

Geben Ihnen unsere Fachvorstellungen ein mulmiges Gefühl in der Magengrube, weil Sie im Gymnasium nicht wirklich viel mit Chemie oder Biologie am Hut hatten? Wenn Sie vor Studienbeginn testen möchten, ob sie mit dem Fach Medizin die richtige Wahl treffen, belegen Sie unseren Vorbereitungskurs Medizin und Sie werden rasch Klarheit haben.

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