Eignungsquote

Bereits ab dem Jahr 2020 soll eine neu geschaffene Eignungsquote die Vergabe der Studienplätze im Bereich Medizin gerechter gestalten.

Anlass der Änderung des Zulassungsverfahrens

Anlass für die Neuregelung des Zulassungsverfahrens war das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 19.12.2017 (1 BvL 3/14). Das Gericht hat die bundes- und landesgesetzlichen Vorschriften über das Verfahren zur Vergabe von Studienplätzen an staatlichen Hochschulen für teilweise mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt und dem Gesetzgeber aufgegeben, bis zum 31. Dezember 2019 Neuregelungen zu schaffen, welche die verfassungsrechtlichen Beanstandungen beseitigen.[1] Die Kultusministerkonferenz hat sich diesbezüglich am 06.12.2018 zum Entwurf eines neuen Staatsvertrages verständigt, dessen Regelungen nach Inkraftreten frühestens für das Vergabeverfahren zum Sommersemester 2020 Anwendung finden sollen.

Was ist die Eignungsquote?

Neben der Abiturbestenquote mit künftig 30% und dem Auswahlverfahren der Hochschulen mit weiterhin 60% soll eine zusätzliche Eignungsquote mit 10% eingeführt werden. Unabhängig von der Abiturdurchschnittsnote sollen hier nur schulnotenunabhängige Kriterien berücksichtigt werden. Welche Kriterien das genau sind bleibt den Ländern bzw. den einzelnen Hochschulen überlassen.

Weiterführende Links

Einzelnachweise

  1. https://zv.hochschulstart.de/index.php?id=2334